"Das Auge isst mit" - ein biochemischer Streifzug durch die Welt der Molekularküche

Seit mittlerweile 16 Jahren realisiert das Adam-Kraft-Gymnasium sehr erfolgreich die „Tage der angewandten Naturwissenschaften“. Die Projekttage vernetzen die Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft und Schule, um für universitären Nachwuchs in den MINT-Fächern zu werben und berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Die Firma Niehoff erweist sich hierbei als unverzichtbarer und treuer Partner. Niehoff-Mitarbeiter Stefan Nixdorf, Leiter der Abteilung Entwicklung und Konstruktion, machte in seiner Einführung den über 200 Zuhörern deutlich: Die Maschinenfabrik Niehoff ist ein „Global Player“. Gleichzeitig betonte er die unverzichtbare Kooperation mit den regionalen Hochschulen und verwies auf die Möglichkeit eines Dualen Studiums bei der Maschinenfabrik. Auch AKG-Chef Harald Pinzner appellierte an die zahlreich anwesenden Schülerinnen und Schüler, früh die Initiative zu ergreifen, um die Interessen in den MINT-Fächern über den Schulunterricht hinaus, beispielsweise in Jugend-forscht-Projekten zu intensivieren. Mit Professor Dr. Ralf Lösel, Dekan der Fakultät für Angewandte Chemie der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm in Nürnberg, konnte ein Referent für den fachwissenschaftlichen Eröffnungsvortrag gewonnen werden, der seine Zuhörerschaft lange auf die Folter spannte – bis die molekularen Leckerbissen endlich verkostet werden konnten.

Jugend forscht-Gruppe baut einen Bioreaktor

Mit der Gerhard Mazurczak Stiftung wurde im Juli 2009 erstmals eine unselbständige Stiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung „Unser Schwabach“ errichtet. Sie dient explizit der Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses in der Stadt Schwabach. In besonderer Weise profitiert derzeit davon das Adam-Kraft-Gymnasium. Der siebenköpfigen Jugend forscht-Gruppe um die Lehrkräfte Monika Kroll und Martin Engerer wurden 5000 Euro für den Bau eines Bioreaktors zur Verfügung gestellt. Das auf mehrere Jahre angelegte MINT-Projekt hat sich die Stromerzeugung mit Hilfe nachwachsender Rohstoffe zum Ziel gesetzt. Die Gründerin der Stiftung, Barbro Mazurczak, besuchte das Projekt zusammen mit Angela Novotny (Stiftungsratsvorsitzende der Bürgerstiftung), um sich vor Ort von den Schülerinnen und Schülern ihre Fortschritte präsentieren zu lassen.

Zaubershow - Chemie oder Magie?

In einen aufregenden Märchenwald mit Magiern, Drachen, Hexen und anderen Fabelwesen wurden die kleinen und großen Zuschauer während einer Zaubervorlesung am Adam-Kraft-Gymnasium entführt. Das P-Seminar Chemie unter der Leitung von Dr. Ute Halbig hatte eine Rahmenhandlung entwickelt, in der sich die Zuschauer auf die Spuren einer entführten Prinzessin begaben, die auf der Flucht vor dem Drachen und der Hexe viele Abenteuer bestehen muss. Dabei gelang es der Prinzessin mit einer Zauberschrift, die Tür des Hexenhauses zu öffnen. Auch die „Elefantenzahnpasta“ löste großes Erstaunen aus: Ein Gemisch aus Kaliumiodid, Wasserstoffperoxid und Spülmittel sprudelte in eine solche Höhe, dass sich sogar ein Elefant damit die Stoßzähne schrubben könnte. Mit einem Taschentuch, das nicht verbrennt, stellten die Q12-Schüler ihre magischen Fähigkeiten zudem unter Beweis.

AKG-Weihnachtskonzert: Ein Abend der großen Balladen

Mit kraftvoller Attitude eröffnete die Big Band unter der Leitung von Martin Tonn den Abend mit „You´re a mean one, Mr. Grinch!“, einem Song aus der gleichnamigen amerikanischen Fantasykomödie. Der zeitgenössische Auftakt mündete in das traditionelle Weihnachtslied „Carol of the bells“, dessen besondere Dynamik – eine Mischung aus geraden und ungeraden Takten – einen rhythmisch hohen Anspruch erforderte. AKG-Chef Harald Pinzner begrüßte die Zuhörerschaft in launigem „Denglisch“ – she ist there, the Weihnachtszeit“ – und wünschte allen Mitgliedern der Schulfamilie, dass ihnen in den nächsten Tagen ein Abschalten vom Alltag gelänge und sie auch Phasen der Entspannung fänden. Was könnte dafür ein besserer Ausgangspunkt sein, als ein fröhliches und gemeinsames Musizieren?

Vorlesewettbewerb: Niklas Burghardt ist unser Schulsieger

Eine hauchdünne Entscheidung musste getroffen werden, als mit Niklas Burghardt der Schulsieger im Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels gekürt wurde. Zunächst entführte Niklas mit seinem selbstgewählten Abenteuerklassiker „Krabat“ von Otfried Preußler seine Zuhörer in eine finstere Zauberwelt: Der vierzehnjährige Waisenjunge Krabat tritt eine Lehrstelle in einer Mühle an. Diese stellt sich jedoch schon nach kurzer Zeit als eine „Schwarze Schule“ heraus, in der ein Müllermeister jeweils zwölf Mühlknappen in der Schwarzen Kunst unterrichtet. Dementsprechend harsch ist der Umgangston, der von Niklas in seinem Vortrag hervorragend interpretiert wurde.