Mitreißende Stimmung beim Sommerkonzert

Mit starken, berühmten Klängen eröffnete das Orchester des Adam-Kraft-Gymnasiums den Konzertabend. Dirigentin Karin Beer hatte mit einem „Star Wars-Medley“ nur allzu vertraute Filmmelodien ausgewählt. Auch „Raiders march“ erweckte die Erinnerungen an die Abenteuer von „Indiana Jones“, und die Streicher meisterten diese Herausforderung mit viel Einsatz und Spielfreude. Mit einer eigenen Arrangementidee von Q11-Schülerin Denise Burprich, die noch weitere Stücke für Chöre und Orchester mit großer musikalischer Versiertheit arrangiert hatte, präsentierte sie am Violoncello zusammen mit Luise Stalder (Querflöte), Céline Weller und Franka Wuthnow (beide Violine) den Beatles-Evergreen „Eleanor Rigby“. Musik verbindet, egal welche Sprache man spricht. Dieses Motto hatten Lena Gärtner am Klavier und die spanische Austauschschülerin Barbara Foix Vidal beherzigt: Sie performten zusammen die spanische Popballade „Jueves“ – wunderschön und zugleich melancholisch.

Weitere Vokalauftritte begeisterten die Zuhörer im vollbesetzten Markgrafensaal. Abiturientin Rebecca Bauer transportierte mit ihrer Gesangsdarbietung „This is living“ sicher ein gegenwärtiges Lebensgefühl nach den absolvierten Prüfungen. Rebecca trat noch einmal mit Johanna Thies auf, die in warmen, feinen Klangfarben ihre „High Hopes“ der irischen Alternative-Rock-Band „Kodaline“ formulierte. In gleicher Konstellation hatten sich die Zehntklässlerinnen Sabine Sonnemann und Clara Gilch am Piano gefunden und ließen die Zuschauer an ihrer ganz eigenen, zarten Version des Christina Aguilera-Songs „Hurt“ teilhaben.

Einen außergewöhnlichen Auftritt, der in der Wahl der Instrumente sicher einmalig war, bot das Geschwistertrio der Familie Pfülb: Katharina an der Blockflöte, Franziska an der E-Gitarre und Max am Schlagzeug. Sie wagten sich an den ewigen Rocksong „Stairway to heaven“ – und ernteten dafür viel Applaus.

Ein weiterer Höhepunkt der ersten Konzerthälfte bahnte sich mit den Darbietungen des Unterstufenchors unter der Leitung von Ingrid Bentivoglio an: Choreographisch ausgefeilt und höchst unterhaltsam hatten unsere jüngsten Sängerinnen und Sänger musikalische Highlights der Muppet-Show wie „Mah-Ná Mah-Ná“ einstudiert, die jedem Zuschauer im Saal ein breites Grinsen ins Gesicht zauberten.

Ein fulminantes Schlagzeugsolo des Q11-Schülers Tobias Schlecht beorderte die Konzertbesucher wieder aus der Pause zurück und fungierte als Auftakt für die AKG-Big Band unter ihrem Leiter Martin Tonn. Mit „Careless whisper“ und „Eye of the tiger“ knüpften sie routiniert einen satten Klangteppich und setzten rhythmisch präzise Glanzpunkte. Für Abiturient Tim Slabsche an der Trompete war dies der letzte Auftritt. Seit der 5. Klasse hatte er sich mit großer Leidenschaft musikalisch am Adam-Kraft-Gymnasium engagiert. So bereicherte er auch den Auftritt des Oberstufenensembles, das ein Klangfeuerwerk bot und mit beeindruckender Leichtigkeit den Bogen vom sphärischen „Lux aeterna“ bis hin zur Titelmelodie der „Ghostbusters“ schlug. Einen belebenden Popsound verbreitete die AKG-Schulband, angeleitet von Gudrun Schöttner: Mit Nachwuchs verstärkt, performten sie Hits der Gegenwart wie „Higher“ von Taio Cruz und „How far I’ll go“ aus der Disney-Produktion „Moana“.

Sechs Q12-Schülerinnen – nun mit dem Abitur in der Tasche - hatten sich bereits im letzten Jahr zu den „Flying Voices“ formiert. Mit ihrer mehrstimmig gesetzten Ballade „This is me“ aus dem Kinofilm „The greatest showman“ setzten sie einen umjubelten Schlusspunkt hinter ihr Schulleben am AKG.

Für die letzten Chor-Songs wurden noch einmal alle Musiker aktiviert. Der Justin Timberlake-Hit „Can’t stop the feeling“ drückte aus, was die Sänger transportieren wollten: unbändige Lust am Singen, Musizieren und Tanzen. So mündete der Abend mit „We’re all in this together“ in einem mitreißenden Finale, das nach einer Zugabe verlangte. AKG-Chef Harald Pinzner lobte das große Engagement der über 150 mitwirkenden Schülerinnen und Schüler, die zusammen mit ihren Musiklehrern nach vielen Probenstunden ein so abwechslungsreiches und großartiges Sommerkonzert geboten haben.

Text/Foto: Stefanie Ulrich