Erneuter Erfolg bei "Jugend forscht"

Ende Februar starteten wieder die bundesweiten Wettbewerbe von „Jugend forscht“ 2018. In Erlangen präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber zunächst beim Regionalentscheid ihre Arbeiten und Forschungsergebnisse. Mit dabei waren wieder zwei Schüler des Adam-Kraft-Gymnasiums: Q11-Schüler Yannik Rüdiger und sein Partner Jonas Günther, Schüler der 10. Jahrgangsstufe. Sie hatten es sich zum Ziel gesetzt, Stromerzeugung mit Hilfe nachwachsender Rohstoffe zu betreiben. So kann in einem selbst konstruierten Bioreaktor mithilfe von Zucker und Hefe über die alkoholische Gärung Ethanol erzeugt werden. Dieser wird durch Membranen gefiltert und kann zum Schluss mit Hilfe einer Brennstoffzelle Strom herstellen. Ihre kontinuierliche Forschungsarbeit hat sich ausgezahlt: Die Optimierung des Biopumpkreislaufreaktors bringt den zweiten Preis im Fachgebiet Biologie und den Sonderpreis in der Kategorie „Erneuerbare Energien“.

Die beiden Nachwuchsforscher arbeiten schon seit über einem Jahr an ihrem Projekt, das durch die Schwabacher Gerhard Mazurczak-Stiftung großzügig gefördert wurde. Yannik erklärt die Fortschritte dieser MINT-Arbeit: „Eigentlich sind wir im Fachbereich Biologie angetreten, aber das besondere an der Konstruktion unseres Bioreaktors ist unser interdisziplinärer Ansatz: Wir arbeiten mit unseren Kenntnissen aus der Chemie, der Biologie, der Informatik und der Technik. So haben wir beispielsweise Konstruktionszeichnungen mit dem Computer angefertigt, um dann mit Hilfe eines 3D-Druckers passgenaue Versatzstücke für den Reaktor zu erhalten.“ Jonas ergänzt: „Die Steuerung der Pumpe und deren Stromversorgung (über ein Solarmodul) benötigen auch diverse technische Bauteile. Ein Laderegler teilt den Strom für einen von Yannik programmierten Computerchip und für ein Relais. Der Computerchip steuert dabei das Relais wie eine Zeitschaltuhr, sodass der Strom zur Pumpe weiterfließt oder nicht.“

Für die beiden Schüler ist ihre Arbeit noch nicht abgeschlossen, die Auszeichnungen beim Regionalwettbewerb sind eine zusätzliche Motivation, weiter an der Optimierung der Funktionsweise des Bioreaktors zu tüfteln.

Text/Foto: Stefanie Ulrich