Elternvortrag: Drogenprävention ist enorm wichtig

Ein Buch, im Umfang seit Jahren exponentiell wachsend: Mit dem Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2017 konfrontierte Franz Horst Wimmer, Autor und Kriminalbeamter im Drogen- und Medikamentenbereich a.D., seine Zuhörer. Elternbeirat und Förderverein des Adam-Kraft-Gymnasiums hatten den Experten aufgrund der fortwährenden Brisanz des Themas zu ihrer Vortragsreihe eingeladen.

In der gut besuchten Mensa konnten interessierte Eltern und Lehrer den Ausführungen des Referenten folgen, der nach rund 40-jähriger Dienstzeit seine weitreichenden Erfahrungen aus der Praxis sehr lebendig und realitätsnah teilte. Ziel seines Vortrags sei es, so Wimmer, eine Sensibilisierung zu erreichen und damit den Präventionsabsichten von Elternschaft und Schule Rechnung zu tragen. Wimmer ging unter anderem sehr ausführlich auf Ritalin und andere methylphenidathaltige Medikamente ein und warnte in diesem Zusammenhang vor leichtfertiger Verschreibung und Einnahme. Der Konsum von Mitteln zur Leistungssteigerung stellt heute nicht nur in der Arbeitswelt und an Universitäten ein nicht zu unterschätzendes Problem dar, sondern betrifft auch den Schulbereich. Er erläuterte die straf- und zivilrechtliche Konsequenzen und gab praktische Anweisungen, wie mit Verdachtsfällen umgegangen werden kann. „Letztendlich muss es aber Ziel sein, durch konsequente Aufklärung, Sensibilisierung und eine vertrauensvolle Kommunikationsbasis präventiv zu handeln“, so Wimmer in seinen Abschlussworten.

Text: Katja Wucherer/Foto: Stefanie Ulrich