Starke Stimmen beim Sommerkonzert

Mit dem eingängigen Thema aus dem Hollywoodfilm „Back to the future“ eröffnete in diesem Jahr das Orchester des Adam-Kraft-Gymnasiums unter der Leitung von Karin Beer den musikalischen Höhepunkt im ausklingenden Schuljahr. Arrangements aus dem Soundtrack zu „Alice im Wunderland“ und „Peter Pan“ versetzten das Publikum mit einer Mischung aus sphärisch anmutenden Klängen und Staccato-Passagen der Streicher in die magische Umgebung der beiden Disney-Helden. Im weiteren Programm setzten Instrumental- und Gesangsdarbietungen musikalische Glanzpunkte. Die Abiturientin Johanna Klöcker ermöglichte mit ihrer empfindsamen Chopin-Interpretation der „Nocturne Nr. 21“ am Flügel ein virtuoses Klangerlebnis für die begeisterten Zuhörer. Mit der bekannten Titelmelodie aus „Pirates of the Carribbean“ überzeugte das Quartett der Zehntklässlerinnen Luise Stalder (Querflöte), Franka Wuthnow und Céline Weller an der Violine und Denise Burprich (Violoncello).

Mitreißende Vokalauftritte bezauberten und begeisterten das Publikum zugleich: Dem Genre der Popballade widmete sich das Duo Sophie Heislbetz und Lena Gärtner (Klavier); sie performten mit großer Hingabe den aktuellen Charthit „Flashlight“. Sarah Fiebig, erfolgreiche Absolventin des diesjährigen Abiturjahrgangs, bestritt mit ein wenig Wehmut ihren letzten Auftritt auf einem AKG-Konzert: Emotional trug sie ihre Eigenkomposition „Dream“ vor und erntete dafür bewundernden Applaus.

Dem Vermächtnis der bereits in jungen Jahren verstorbenen Songwriterin Amy Winehouse widmeten sich Alannah Findlay und ihre Mutter Michaela: Den R&B-Song „Rehab“ meisterten die beiden mit einer vertrauten Harmonie ihrer besonderen Stimmfarben. Alannah brillierte anschließend solo als Chanson-Sängerin mit „Je veux“. Auch die „Flying Voices“, ein Quintett von Q11-Schülerinnen, wagten sich an einen Winehouse-Song: „Valerie“ präsentierten sie selbstbewusst und zugleich sehr charmant in ihrer ganz eigenen Version.

Mit glockenheller Stimme sang Sabine Sonnemann Nenas Evergreen „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“, begleitet von Clara Gilch am Piano. Auch die AKG-Schulband bot mit dem Silbermond-Song „Irgendwas bleibt“ eine souveräne Ensembleleistung im Genre des Deutsch Pop.

Angeleitet von Gudrun Schöttner zelebrierte die Percussion-Gruppe mit ihren Instrumenten im wahrsten Sinne des Wortes ein „Kommen und Gehen“. Clusterartig traten sie auf und ab, bis schließlich nur noch ein Spieler auf der Bühne verblieb. Die AKG-Big Band setzte mit ihrer Interpretation des Dusty Springfield-Klassikers „I only want to be with you“ ein weiteres rhythmisches Highlight – souverän gespielte Soli von Tim Slabsche an der Trompete und Max Pfülb am Tenorsaxophon setzten tolle Akzente. Ebenso zeigten die Stücke “Brazil“ und „A day in the life of a fool“, dass die Blechbläser unter ihrem Bandleader Martin Tonn in ihrer aktuellen Besetzung gut miteinander harmonieren und beachtliche Standards setzen.

Abwechslungsreiche und aufwendige Arrangements der drei AKG-Chöre erzeugten mit ihren engagierten Darbietungen regelrechtes „Summer-Feeling“. Der Unterstufenchor unter der Leitung von Ingrid Bentivoglio gab mit der schwungvollen Interpretation des Oldies „Surfin’ USA“ bereits einen verheißungsvollen Ausblick auf den Beginn der Ferienzeit Ende Juli. Mit Adeles „Someone like you“ und dem mitreißenden Popsong „Shut up and dance“, bekannt aus der US-Komödie „School of Rock“, fand der Konzertabend einen überaus beschwingten und fröhlichen Ausklang.

Bemerkenswert waren auch das Engagement und die musikalische Versiertheit der Zehntklässlerin Denise Burprich, die mehrere Stücke für das Orchester, ihre Instrumentalgruppe und den großen Chor arrangiert hatte.

Schulleiter Harald Pinzner richtete zusammen mit einigen Mitgliedern des Elternbeirats sichtlich stolz ihren Dank an die bewährten Musiklehrer des Adam-Kraft-Gymnasiums, denen es auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll gelungen ist, mit so vielen engagierten Mitgliedern der Schulfamilie (fast 200 Mitwirkende) ein großartiges Sommerkonzert zu organisieren.

Text/Foto: Stefanie Ulrich