Regionalsieger bei "Jugend forscht"

Untersuchung der „Radikalquelle Mikrowelle“ bringt den 1. Preis

Ende Februar starteten die bundesweiten Wettbewerbe von „Jugend forscht“ 2017. In Erlangen präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber zunächst beim Regionalentscheid ihre Arbeiten und Forschungsergebnisse. Mit dabei waren wieder zwei Schüler des Adam-Kraft-Gymnasiums, die sich bereits im letzten Jahr mit einem beachtlichen dritten Preis einen Namen gemacht hatten: die Zehntklässler Tom Albrecht und Patrick Domke. Nun ziehen die beiden Nachwuchsforscher als Regionalsieger in den im April anstehenden Landeswettbewerb ein.

Patrick Domke umreißt das aktuelle Forschungsprojekt: Es geht darum, zu untersuchen, ob und inwieweit freie Radikale, also besonders reaktive Teilchen, bei typischen Erhitzungsvorgängen in der Küche entstehen, beispielsweise in der Mikrowelle.“ Die Schüler untersuchen dafür die Konzentration des Wasserstoffperoxids in geschmolzenen Eiswürfeln, die zuvor in der Mikrowelle erhitzt wurden. Wasserstoffperoxid gilt als Zellgift und tritt als Folge einer Entstehung von Radikalen auf. Diese zerstören andere Biomoleküle, was beispielsweise den Vitamingehalt in der schnell aufgewärmten Nahrung stark reduziert. Tom ergänzt: „Das Problem dabei ist, dass sich Radikale bislang nur sehr schwer und damit nicht mit schulischen Mitteln nachweisen lassen. Deshalb mussten wir dafür ein eigenes Verfahren entwickeln.“ So konstruierten die beiden kurzerhand für diesen Nachweis eine eigene Messapparatur. Langfristig wollen die beiden herausfinden, inwiefern (flambierter) Zucker und andere Stoffe als Beschleuniger oder Hemmer bei der Peroxidbildung fungieren.

Viele Freitagnachmittage verbrachten die Tüftler in den Chemieräumen der Schule und experimentierten fast ein Jahr. Dass Patrick und Tom auch beim Landeswettbewerb erfolgreich sein werden, daran glauben die betreuenden Lehrkräfte Monika Kroll und Martin Engerer ganz fest.

Text/Foto: Stefanie Ulrich