Interkulturelles Lernen am AKG: Besuch aus Papua-Neuguinea

Unterricht mal anders durften die Fünftklässler am Adam-Kraft-Gymnasium im Blauen Theater erleben: ein Gespräch mit Jugendleiter Vincent Soppeng aus Papua-Neuguinea. Stellvertretend für die Fachschaften Englisch und Religion hatte AKG-Lehrerin Stefanie Schreyer den besonderen Gast eingeladen, über seine Gemeindearbeit auf der Insel Bagabag zu berichten. Der vierfache Familienvater organisiert dort als eine Art Dekanatsjugendreferent die Jugendarbeit.

Die Schülerinnen und Schüler konnten sich mit Soppeng schon ein wenig auf Englisch verständigen, waren aber etwas verdutzt, als der Gast in Pidgin English antwortete. Diese reduzierte Sprachform wird als Fremdsprache erlernt und diente als Behelfssprache, die sich im Kolonialismus in Afrika, Westindien und Amerika ausgebildet hatte. Sie basiert auf den Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch. Vincent Soppeng berichtete aus seinem Alltag, der dortigen Subsistenzwirtschaft und gab auch Einblicke in den Schulunterricht. Dieser wird in vielfacher Hinsicht sehr provisorisch gestaltet, weist aber dafür einen umso höheren Praxisbezug auf. Weiterhin erklärte der Jugendleiter religiöse Symbole, stellte traditionelle Instrumente vor und sang gemeinsam mit den Kindern.

Die beeindruckende Begegnung mit Besucher aus Papua-Neuguinea spiegelte eine wichtige Maxime des Gymnasiums wider: Weltoffenheit und Neugier auf interkulturelle Erfahrungen, die das Schulleben nachhaltig prägen.

(Text/Foto: Stefanie Ulrich)